Die Wiesen, eigentlich: „'s Fuada“

Die Wiesen rund um den Koglerhof sind nicht zum Spass da. Sie sind die (Lebens-)Grundlage der biologischen Landwirtschaft am Koglerhof, wirtschaftlich und überhaupt. Die Einheimischen nennen sie auch nicht Wiese sondern Futter oder eigentlich „'s Fuada“. Sie sind genau wie Felder Wirtschaftsflächen, keine Vorgärten.

Hier heroben beim Koglerhof wird drei bis vier Mal im Jahr das „'s Fuada“ gemäht, das die Kühe im Winter fressen.
Wenn „'s Fuada“ nieder getreten wird, etwa weil man durch geht, sich in die Wiese legt, seine Picknickdecke ausbreitet, wird „'s Fuada“ geknickt.
Anders als Städter glauben, richtet es sich nicht einfach so wieder auf, sondern das geknickte Gras muss weg, eingearbeitet werden vom Bauern, notgeschnitten und entfernt. Sonst wächst das nachwachsende "Fuada“ durch das Plattgedrückte durch und das Plattgedrückte beginnt am Boden zu verrotten, zu verderben und beeintächtigt die nachwachsenden Halme, vermindert den Ertrag beim nächsten Schnitt.

Beim Alpen-KlangRausch 2019 war der Schaden, also der Verlust durch das Niedertreten des „Fuadas“, ungefähr ein Siloballen - dazu kommt zusätzlich natürlich der Arbeitsaufwand für das Einarbeiten des Nidergetretenen durch den Bauern.

Besonders durch die anhaltende Trockenheit ist das Futter an sich schon sehr knapp. Wenn „'s Fuada“ zuwenig wird muss zugekauft werden oder es müssen Tiere verkauft oder vor der Zeit geschlachtet werden.
Bergbauer sein ist ein karges Auskommen in engsten Abhängigkeiten von der umgebenden Bergwelt, erst recht in Zeiten des Klimawandels. Biobauer sein macht da die Sache nicht leichter, wenn auch besser.

Daher:

  • Bleibt auf den Wegen.
  • Verschont „'s Fuada“, auch wenn es euch gar nicht so hoch vorkommt.
  • Betretet ausschliesslich frisch gemähte Wiesen (das sind nur die, bei denen man noch sieht das die Halme kurz abgeschitten sind, so wie zuhause beim Rasen).
  • Erklärt den Anderen die es noch nicht wissen, warum sie die schöne Wiese nicht betreten sollen.